Meine aktuellen Schwerpunk-
themen

Psychische Erkrankungen und Pflegebedürftigkeit

(im SGB XI-Sinne)

Viele Überlegungen und Anstrengungen beziehen sich derzeit auf die immens zunehmende Zahl der im Alter an Demenz erkrankenden Menschen.
Hier soll daneben das Augenmerk auf Langzeit-Psychisch- Kranke und Behinderte gelenkt werden, die nach Jahren des betreuten Lebens nach zunehmendem Alter und körperlicher Pflegebedürftigkeit in Umbruchsituationen kommen, die von ihnen selber, den Betreuenden und von Einrichtungen zu bewätligen sind.
Jetzt – mehr als 60 Jahre nach Ende der Naziverbrechen und mit höherer Lebenserwartung auch bei Behinderten – sind bestehende Betreuungssysteme damit konfrontiert, dass körperpflegerische Anforderungen durch Alter und Krankheit zunehmen und die bisherige Leistungsbereitschaft übersteigt.

Es stellen sich weitreichende gesellschaftliche Herausforderungen an die Hilfestrukturen. Die Elterngeneration kann die Betreuung behinderter Kinder häufig jetzt endgültig nicht mehr wahrnehmen – wegen eigenem Alter und nicht mehr ausreichender ambulanter Hilfestellung. Vorhandene stationäre oder ambulante Einrichtungen gilt es konzeptionell und personell auf gleichgewichtige psychosoziale und somatische Versorgung einzurichten und Redeweisen wie „….abgeschoben in die Pflege“ den Boden zu entziehen.

Daraus ergeben sich solche Fragen wie ...
    Wie ist der Präventions-Gedanken - sowohl im SGB IX wie
    auch SGB XI verankert - langfristig lebendig zu halten und ohne
    berufsspezifische Abgrenzungen, sowohl auf psychosoziale wie
    auch körperliche Notwendigkeiten hin anzuwenden.?

  • Wie kann die Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit von psychosozialer
    Betreuung und körperlicher Pflege gestaltet werden? - auf dass sie
    als „ganzheitlich/aus einem Guss“ erlebt wird?


  • Wie kann darauf hin gewirkt werden, dass ein größtmögliches Maß an
    erhaltener oder reaktivierbarer Eigenverantwortung – trotz bestehendem
    „Institutionalismus“ (in Anlehnung an „Hospitalismus“) - die
    Lebensqualität bestimmt?


  • Wie sind Pflegeaufwendungen methodisch und in Zeiteinheiten so zu gestalten,
    dass sie dem psychisch Kranken und Pflegebedürftigen gerecht werden und in
    Übereinstimmung mit Ziel- und Richtlinienvorgaben stehen?


  • Wie können einrichtungsbezogene Konzepte – sei es der Behindertenhilfe oder
    der Pflege - so gestaltet werden, dass sie psychiatrisch bedingte Einschränkungen
    und somatische Handlungs-Notwendigkeiten miteinander in Einklang bringen?


  • Wie können – wie müssen Konzepte aussehen, dass sie von Pflegenden / Betreuenden
    auch langfristig gelebt und immer neu prozesshaft gestaltet werden können?


  • Welche Personalentwicklungs- und -begleitmaßnahmen sind erforderlich, um einer
    solchen Aufgabe gerecht werden zu können? – und sie auch im eigentlichen
    Sinne des Begriffs, „wirtschaftlich“ zu gestalten?


Bei Fragen oder Interesse schreiben Sie mir doch